An ORF-General Dr. Alexander Wrabetz!

16 Prozent der österreichischen Bevölkerung haben laut Statistik Austria Migrationshintergrund. Dieser Anteil ist im gebührenfinanzierten ORF weder sicht- noch hörbar. Immerhin bekennt sich der ORF zum Ziel, in Radio und Fernsehen die heutige Gesellschaft abzubilden.

Im Zuge geplanter Einsparungen will die ORF-Führung nun aber die Sendung Heimat, Fremde Heimat auf ein Monatsmagazin reduzieren. Die Verantwortlichen rechtfertigen diesen Schritt damit, dass man keine "Ghetto-Sendung" wolle, sondern MigrantInnen in allen Bereichen. Bislang haben aber die spärlich vertretenen ZuwandereInnen in den verschiedenen Redaktionen den Sprung meist aus Heimat, Fremde Heimat geschafft. Soweit sind wir noch nicht, dass es ohne ein solches Sprugbrett gehen würde.

Egal wie man das Ziel von mehr Diversität erreichen will - es braucht Anstrengungen und Investitionen, nicht Einsparungen. Die Bemühungen um Diversity-Mainstreaming im ORF würden durch die geplanten Einsparungen um Jahre zurückgeworfen.

Wir fordern: Heimat, Fremde Heimat muß von den Sparmaßnahmen unberührt bleiben. Die Einsparungen beim ORF dürfen nicht zu Lasten von Minderheiten gehen. Im Gegenteil. Es braucht noch massivere Anstrengungen als bisher, damit MigrantInnen endlich den Platz in Funk und Fernsehen bekommen, der ihnen schon längst zusteht.



NEWS

2407
Protestmails hat GD Wrabetz seit Beginn der Kampagne am Donnerstag, 27.11, 12 Uhr, bereits erhalten!

--> Bisher gibt es keine Rückmeldungen von GD Wrabetz.

--> Das Jahresbudget von HfH beträgt 360.000 Euro. - Zum Vergleich:

"Mitten im 8ten", dass nach 3 Monaten wieder abgesetzt werden musste, war mit 6.000.000 Euro budgetiert.

Die 12 "Promis", die bei der nächsten Runde von "Dancing Stars" antreten, erhalten eine Wochengage von 5.000 Euro. Allein für die erste Woche macht das 60.000 Euro! (Quelle: tvmedia 51/08, Seite 9)


Flut an Protestmails: Wrabetz kann Mails nicht mehr öffnen!




PRESSESPLITTER

Apa
Der Standard, 28.11.2008
Der Standard, 28.11.2008
Radio Afrika TV
70 Prozent der ÖsterreicherInnen sehen ORF-Sparpotenzial am ehesten bei Talkshows und nicht bei der Information
Publikumsrat gegen Abschaffung von "Wochenschau" und "Heimat, fremde Heimat"
Die Presse, 25.11.2008
Die Presse, 26.11.2008
derBischof - 27. Nov, 16:10

Österreich braucht mehr Vielfalt statt populistische Einfalt!

MigrantInnen und BürgerInnen, die nicht über einen österreichischen oder EU-konformen Nationalitätsnachweis verfügen, werden hierzulande vermehrt nicht nur medial als Menschen 2.Klasse dargestellt: Die Folge der veröffentlichen Meinung ist, dass sog. "AusländerInen" - vor allem denen man es auch ansieht, dass sie auch anders zu sein scheinen - oft diskrimiert und nicht gleichberechtigt zu und von den Einheimischen behandelt werden. Nicht zuletzt die immer wieder minderheiten- und migrantenfeindliche Medienberichterstattung vieler Medien - auch des ORF - verschärft die negative Stimmungsmache gegen die sog. "Fremden".
Mit nationalstaatlichen Ressentiments "Sündenbockfunktion", Fremdenfeindlichkeit und Rassismus darf im 21. Jahrhundert keine Politik mehr gemacht werden.
Daher fordere ich gerade vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk Ausbau der interkulturellen Sendungen im Sinne seines demokratiepolitschen Auftrags. Das Gebot der Stunde lautet mehr Vielfalt statt populistische Einfalt.

mfg
Jürgen Bischof

inou - 15. Dez, 12:22

Initiative Minderheiten gegen geplante Kürzungen von "Heimat, fremde Heimat, DOBER DAN, KOROŠKA und DOBER DAN, HRVATI

Als "schlichtweg skandalös" bezeichnete die Generalsekretärin der Initiative Minderheiten, Cornelia Kogoj, die geplanten Kürzungen der Sendungen HEIMAT, FREMDE HEIMAT, DOBER DAN, KOROŠKA, DOBER DAN, HRVATI in ihrer Laudatio bei der heutigen Preisverleihung des "Interkulturpreises" durch Bundesministerin Claudia Schmidt.

Aufgrund der Sparmaßnahmen will der ORF die einzigen Minderheiten- und MigrantInnen Fernsehsendungen auf ein monatliches Format reduzieren und dass im "Jahr des interkulturellen Dialogs".

Medien bilden ein Forum für öffentliche Auseinandersetzung und Meinungsbildung. Über die Herstellung von Öffentlichkeiten werden in parlamentarischen Demokratien Interessen artikuliert und durchgesetzt. Medien sind dabei ein zentraler Faktor, weil sie Informationen verteilen, aufgrund derer BürgerInnen nicht zuletzt ihr demokratisches Stimmrecht wahrnehmen können.

Der Zugang zu Medienproduktion und damit zur Teilnahme am politischen Diskurs bilden in demokratischen Gesellschaftsformen ein Grundrecht. Diese zum Teil mehrsprachigen Sendungen sind ein wichtiger Beitrag zur politischen Selbstbestimmung von Volksgruppen und MigrantInnen. In Kärnten sind diese Sendungskürzungen Zeichen einer allgemeinen "Deutschmachung".

Die Initiative Minderheiten fordert daher die geplanten Kürzungen wieder rückgängig zu machen und die Sendeformate auszuweiten.

Die Interkulturpreise gingen an SOHO in Ottakring und an M-Media - Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit.

Web: http://www.initiative.minderheiten.at/

Moonbrother - 23. Sep, 08:50

Das heile Österreich ... Die Probleme, die wir hier in Deutschland haben, kennt die Alpenrepublik in dieser Form nicht. Felix Austria! Da machen ein paar abgesetzte Sendungen den Kohl auch nicht fett.

Mit 2 (!) Mausklicks Protest einlegen

Hier klicken, um das Protestmail an Generaldirektor Alexander Wrabetz zu laden:

Oder per Telefon beim ORF-Kundendienst beschweren unter: +43 (1) 870 70-30

Initiatoren

Simon Inou, Hikmet Kayahan, Philipp Sonderegger, Klaus Werner

Impressum

SOS Mitmensch, PF 220, 1070 Wien

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